Trüffelhunde – Das sollte man über diese tollen Tiere wissen
Trüffelhunde wurden speziell dazu ausgebildet, echte Trüffel zu suchen. Eine Hunderasse wird hier besonders gerne genutzt – Lagotto Romagnolo.
Aber auch Jagdhunde werden gerne für die Suche nach echten Trüffeln eingesetzt. Für die Ausbildung braucht man das richtige Fachwissen, Erfahrung und viel Geduld. Die Suche nach Trüffeln kann dem Hund sehr viel Spaß bereiten. Doch dem Tier müssen ausreichend Pausen gewährt werden.
Dank des ausgezeichneten Geruchssinns von Tieren können Trüffeln in einer Tiefe von 5 bis 30 cm im Boden gefunden werden. Sobald das Tier einen Trüffel gefunden hat, bekommt es eine Belohnung. Der Trüffeljäger gräbt im Anschluss die Trüffel mit einer speziellen Schaufel aus, ohne dabei die Feinwurzeln zu verletzen.
Sobald der Trüffel ausgegraben wurde, wird das Loch wieder zugeschüttet, damit neue Trüffel wachsen können.

Warum Trüffelhunde optimal für die Trüffelsuche sind
Die Hundenase hat mehr als 200 Millionen Riechzellen in der Nasenschleimhaut. Dadurch riecht der Hund 40 bis 100-mal besser als Menschen und das Hundehirn kann die Gerüche differenzieren, sodass der unterirdische Fruchtkörper genau geortet werden kann.
Die Trüffelhunde speichern Tausende Gerüche ab und können diese immer wieder aufrufen und zuordnen. Somit kann ein Trüffelhund auch unterschiedliche Trüffelarten unterscheiden.

Mit dem Trüffelschwein oder doch lieber mit dem Trüffelhund auf der Suche nach dem Trüffel
Menschen können den feinen Geruch des Edelpilzes nicht wahrnehmen. Daher werden seit vielen Jahrhunderten Tiere eingesetzt, deren Nase weitaus besser ist und bei der Suche nach dem Trüffel helfen. Bis vor circa 150 Jahren wurden hauptsächlich weibliche Hausschweine eingesetzt.
Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden bevorzugt Hunde bei der Suche nach Trüffel verwendet. Hunde gehen bei der Suche mit mehr Bedacht und Geschick vor. Sobald der Trüffel entdeckt wurde, setzt sich der Hund hin oder scharrt vorsichtig an der Stelle.
Trüffelschweine pflügen sich durch den Boden und könnten die empfindlichen Pilzfasern zerstören, sodass sich der Trüffel nicht mehr reproduzieren kann.
Zudem kommt es sehr oft vor, dass die Trüffel vom Trüffelschwein selber gegessen werden.

Die Ausbildung für Trüffelhunde
Die Kurse für die Trüffelhund-Ausbildung besteht in der Regel aus einem theoretischen Teil für den Tierbesitzer und einem praktischen Teil für den Hund. Die Hundebesitzer lernen alles, was sie über den Edelpilz wissen müssen und die Hunde lernen den Geruch des Trüffels kennen.
Der Geruch sollte mit etwas positivem verbunden werden. Am Anfang lernt der Hund die Fährte aufzunehmen und bekommt dafür eine Belohnung.
Im nächsten Schritt wird ein Dummie oder ein echter Pilz 10 bis 20 cm unter der Erde vergraben. Durch die positive Verstärkung lernt der Hund, wie er sich verhalten soll, sobald der Trüffel gefunden wurde. Gut ausgebildete Hunde erkennen an der Bodenbeschaffenheit, wie sie dem Hundeführer mitteilen sollen, dass ein Trüffel gefunden wurde.
Ist der Boden weich genug, können die Hunde den Trüffel selber ausscharren.
Bis der Hund aber soweit ist, braucht es sehr viel Zeit und Übung.
Die Ausbildung fängt im besten schon im Welpenalter an. Manche Ausbilder beginnen schon kurz nach der Geburt mit der Ausbildung. So lernen die jungen Hunde bereits den Geruch des Trüffels kennen. Mit drei bis vier Monaten fängt die Arbeit mit Trüffelbehältern oder Dummies, die versteckt und apportiert werden sollen.
Mit etwas Übung und Talent können die Trüffelhunde bereits mit einem Jahr auf der Suche nach dem Edelpilz gehen.

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Trüffelhunde – Trueffel-Test.de
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Weitere nützliche Links und Informationen zum Thema Trüffelhunde finden Sie hier aufgelistet:
- Zooplus.de
- Worldsoffood.de
- Wann ist eigentlich die ideale Trüffel Saison?
- Unser Trüffel-Blog